Effektives Erkennen und professioneller Umgang mit traumabezogenen Belastungen bei Kindern und Jugendlichen
Dieser Kurs richtet sich an Psychologen, Psychotherapeuten, Heilpraktiker für Psychotherapie, Erzieher, Lehrer und Pädagogen, die ihre Fachkompetenz im Umgang mit traumabezogenen Belastungen bei Kindern und Jugendlichen erweitern und Reaktionen besser verstehen und fachlich sicher einordnen möchten.
Warum ist dieser Kurs entscheidend?
Belastende oder traumatische Erfahrungen können das Erleben und Verhalten von Kindern und Jugendlichen nachhaltig beeinflussen. Manche Kinder reagieren mit Ängsten, Rückzug oder starker Unsicherheit, andere mit Anspannung, Reizbarkeit oder einem ausgeprägten Bedürfnis nach Kontrolle und Sicherheit.
Für eine hilfreiche Begleitung ist es deshalb wichtig, nicht nur auf das sichtbare Verhalten zu schauen, sondern die dahinterliegenden Belastungsreaktionen zu verstehen. Ängste können dabei Ausdruck innerer Überforderung, fehlender Sicherheit oder belastender Erfahrungen sein.
In dieser Fortbildung lernen Sie, Zusammenhänge zwischen Angst, Belastung, Bindung und traumatischen Erfahrungen besser zu erkennen und einzuordnen. Sie erfahren, welche Reaktionen auf Belastung typisch sein können und wie Kinder und Jugendliche durch Sicherheit, Beziehung, Stabilisierung und geeignete therapeutische oder pädagogische Ansätze unterstützt werden können.
Was erwartet Sie in diesem Kurs?
Wissenschaftliche Grundlagen
Sie erhalten fundiertes Wissen zu möglichen Ursachen, typischen Belastungsreaktionen, Symptomen und relevanten diagnostischen Kriterien bei traumabezogenen Belastungen im Kindes und Jugendalter.
Erkennen und Einordnen
Sie lernen, Hinweise auf belastungsbedingte Reaktionen besser wahrzunehmen und fachlich einzuordnen. Dabei betrachten wir Angst nicht isoliert, sondern auch im Zusammenhang mit Bindung, Belastung, innerer Überforderung und dem Nervensystem des Kindes.
Therapeutische und pädagogische Interventionen
Sie lernen bewährte Ansätze kennen, mit denen Kinder und Jugendliche stabilisiert und im Umgang mit Ängsten und Belastungsreaktionen unterstützt werden können. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf Sicherheit, Beziehung, Co Regulation und einem kindgerechten Vorgehen.
Inhalte der Fortbildung
- Wie belastete oder verunsicherte Bindungssysteme Angst verstärken und aufrechterhalten können
- Warum Angst häufig Ausdruck innerer Überforderung ist und nicht das eigentliche Problem des Kindes
- Wie stark Angst und Belastung den Alltag des Kindes und der gesamten Familie beeinflussen können
- Wie Stabilisierung über Beziehung, Sicherheit und Co Regulation gelingt
- Wie Kinder dabei unterstützt werden können, ihr Nervensystem zu beruhigen und wieder Vertrauen zu entwickeln
- Wie eine sichere therapeutische, pädagogische und elterliche Haltung Orientierung geben kann
- Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf einer haltenden und sicheren Haltung. Kinder sollen nicht gedrängt oder vorschnell korrigiert werden. Entscheidend ist vielmehr, ihre Reaktionen zu verstehen, Sicherheit zu vermitteln und ihnen Schritt für Schritt wieder mehr Vertrauen und innere Stabilität zu ermöglichen.
Zusätzlich erhalten Sie:
- 25 sorgfältig entwickelte Downloads für die praktische Arbeit
- direkt einsetzbare Materialien für Therapie, Beratung und pädagogische Begleitung
- praxiserprobte Übungen und Erklärhilfen
- 3 Stunden kompaktes Fachwissen mit starkem Praxisbezug
- Flexible Anmeldung und individuelles Lernen
- Sie können jederzeit starten und die einzelnen Module in Ihrem eigenen Tempo bearbeiten. So lässt sich die Fortbildung gut mit Ihrem beruflichen und privaten Alltag verbinden.
- Kombinieren Sie Ihre Weiterbildung
- Ergänzend können Sie unsere Online Fortbildungen zu Trennungsängsten und Phobien bei Kindern und Jugendlichen absolvieren.
Nach erfolgreicher Teilnahme an allen drei Online Fortbildungen können Sie, abhängig von Ihrer beruflichen Ausbildung oder Ihrem Studium, eine zusätzliche Bescheinigung anfordern:
Kinder- und Jugend-Ängste-Therapie MZB
oder
Kinder- und Jugend-Ängste-Coaching MZB
Die Bescheinigung bestätigt die Vertiefung des Fachwissens in den Bereichen Trennungsängste, Phobien sowie Angststörungen im Kontext von Trauma und Belastung bei Kindern und Jugendlichen. Die jeweilige Bezeichnung richtet sich nach Ihrer beruflichen Qualifikation.